Feuereinsatz

Nutzung von Feuer zur Biotoppflege in Heiden, Steppen- und Trockenrasen

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Kontrollierter Feuereinsatz als Pflegemaßnahme auf Naturschutzflächen

Die Verwendung von Feuer war ein fester Bestandteil der traditionellen Landbewirtschaftung. Mindestens bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts war das Flämmen in der Landnutzung gängige Praxis, besonders auf Weideflächen wie Heidekrautheiden oder Magerrasen zur Entfernung des nicht mehr verwertbaren, abgestorbenen Aufwuchses. Durch veränderte Landnutzung, insbesondere den Rückgang der Schafhaltung, aber auch durch die Naturschutz- und Abfall-gesetze ist die Anwendung von Feuer weitgehend unterbunden und teilweise vergessen worden.

Der Kontrollierte Feuereinsatz im Winterhalbjahr wurde in den letzten Jahren in Deutschland intensiv untersucht und wird als geeignetes Pflegeinstrument anerkannt. Aufgrund der hohen Flächenleistung bei geringem Materialeinsatz haben sich Feuereinsätze als effiziente Methode zur Pflege oder als ersteinrichtende Maßnahme zur Verjüngung überalterter Heidekrautheiden und Ersteinrichtung verbrachter Magerrasen etabliert.

Kontrollierte Einsätze von Feuer, durchgeführt  unter bestimmten Witterungsbedingungen und durch geschultes und zertifiziertes Personal, haben sich hinsichtlich der Anforderungen an die Brandsicherheit bewährt.